Sehschule

Eine professionelle Schieldiagnostik und -behandlung wird in Form einer sogenannten "Sehschule" durchgeführt, die vom Arzt oder einer Orthoptistin geleitet wird. In unserer Sehschule behandeln wir Sehschwächen (Amblyopie) und Schielstellungen der Augen von Kindern, aber auch von Jugendlichen und Erwachsenen. Unsere Orthoptistin Frau Dagmar Fuchs steht Ihnen dabei gern mit Rat und Tat zur Seite.    

Amblyopie – Sehschwäche    

Amblyopie ist der Oberbegriff für unterschiedliche Formen der Schwachsichtigkeit, die häufig, aber nicht immer durch Schielen verursacht wird. Schwachsichtigkeit entsteht z. B. auch, wenn nur ein Auge fehlsichtig oder eines der beiden Augen deutlich fehlsichtiger als das andere ist. Wichtig ist es in jedem Fall, eine evtl. Amblyopie frühzeitig zu erkennen!

Worauf Sie bei Kleinkindern achten sollten

Beobachten Sie bei Ihrem Kind nachfolgende Auffälligkeiten, sprechen Sie uns bitte sofort an:

  • Das Lid hängt über die Pupille    
  • Trübung der Hornhaut    
  • Weiße Pupille    
  • Augenzittern
  • Auffällig große Augen    
  • Zeitweises Schielen    
  • Kopffehlhaltung    
  • einseitiges Fixieren von Gegenständen    

Schielen ist nicht nur ein Schönheitsfehler!    

In Deutschland schielen rund zwei Millionen Menschen. Sie leiden aber nicht nur unter der äußerlich sichtbaren Abweichung der Augen, noch belastender wirken die damit verbundenen Sehstörungen.    

Das muss aber nicht so sein! Schielende Babys und Kleinkinder bedürfen deshalb einer möglichst frühzeitigen Behandlung.    

Was ist Schielen?

Damit wir den Raum um uns richtig wahrnehmen können, müssen unsere beiden Augen in dieselbe Richtung schauen. In jedem Auge entsteht ein Bild, das sich nur geringfügig von dem anderen unterscheidet. Im Gehirn werden diese Bilder zu einem einzigen dreidimensionalen Seheindruck verschmolzen. Durch die Fehlstellung der Augen können die Bilder im Gehirn nicht mehr zur Deckung kommen und es entstehen störende Doppelbilder.    

Das Gehirn kann sich gegen diese wehren, indem es das vom schielenden Auge übermittelte Bild einfach unterdrückt.    

Er hat jedoch verhängnisvolle Folgen: Das Kind kann nicht mehr lernen, richtig beidäugig oder gar dreidimensional zu sehen. Das schielende Auge ist nicht mehr aktiv und wird nach einiger Zeit sehschwach.    

Was können Sie tun?

Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt können in vielen Fällen keinen endgültigen Aufschluss geben, da hier entsprechende technische Untersuchungsmöglichkeiten für die Augen fehlen. Die Vorsorgeuntersuchungen U7 bzw. U8 sind um den dritten bzw. vierten Geburtstag vorgesehen. Wenn dann eine Sehschwäche vorliegt, ist das reichlich spät, wertvolle Zeit ist verstrichen.    

Die Sehschwäche sollte in jedem Fall vor der Einschulung behoben werden. Im Erwachsenenalter bestehen keine Aussichten, das schwache Auge auf eine brauchbare Sehschärfe zu trainieren.    

Unsere Empfehlung: Lassen Sie Ihr Kind unbedingt im zweiten Lebensjahr augenärztlich untersuchen!